Das Thema, welches wir mal unter „Future Food“ zusammenfassen, ist definitiv ein strittiges. Im Grunde geht es darum Mahlzeiten gegen eine Art Astronautenkost einzutauschen. Klingt erstmal nicht besonders ansprechend. Vor allem, wenn einem Essen sehr groĂźes VergnĂĽgen bereitet. Wir finden aber, dass es durchaus in gewissen Situation Sinn ergibt – fĂĽr uns zumindest. So haben wir bereits alle Geschmackssorten von Jimmy Joy (ehem. Joylent) durch und testen aktuell Nano.

Es folgt unsere Erfahrung mit Jimmy Joy / Joylent und unsere Meinung, wann wir gerne darauf zurĂĽck greifen und wann dies nicht der Fall ist.

Was ist Future Food

In fast allen Fällen ist die Zubereitung wie ein Fitness-Shake: Pulver + Wasser + Schütteln = Fertig. Es geht dabei aber nicht darum, Muskeln zuzunehmen oder abzunehmen. Es beinhaltet einfach alles, was eine gesunde Mahlzeit beinhalten sollte. Unsere Meinung ist, dass wir vereinzelt mit Future Food unser Mittagessen ablösen können. Immer, wenn es darum geht, ohne sozialen Aspekt (mit Freunden o.Ä.) zu Essen. Fast Food oder anderes Minderwertiges Essen zu vermeiden. Und Geld zu sparen.

Wir sind Selbstständig und oft auf uns alleine gestellt – und dass auch in der Mittagspause. HeiĂźt, dass wir nicht immer mit anderen Menschen die Mittagspause verbringen, sondern alleine. Dazu kommt, dass wir unvorbereitet sind und uns unser Mittagessen in den seltensten Fällen vorbereiten und mitnehmen. HeiĂźt: Wir gehen in ein Restaurant. Ok, der Mittagstisch ist schon etwas gĂĽnstiger und auf das Getränk könnten wir auch verzichten. Trotzdem werden wir mindestens 8 Euro los. Mit Getränk ĂĽber 10 Euro. Und was gibt es dann? Schnitzel mit Bratkartoffeln? Currywurst Pommes? Pizza? Döner? Ja, wir schaffen es auch manchmal einen Salat zu bestellen … Wir essen also primär MĂĽll, ohne soziale Komponente, fĂĽr viel Geld. Genau fĂĽr den Fall haben wir nun Future Food fĂĽr uns entdeckt: GĂĽnstig und Gesund. Leider nicht so lecker wie ein Schnitzel.

Als ich das erste Mal von „Future Food“ gehört habe, hab ich mich erstmal auf dem Markt umgeschaut und ewig alles Mögliche verglichen. Da ich bisher Null Erfahrung damit hatte, war ein erster Aspekt tatsächlich der Preis. Denn „gesund“ sind sie scheinbar alle. Und die Geschmacks-Erfahrung muss jeder fĂĽr sich machen. Es ging also darum etwas zu finden, was in einer Mahlzeit um die 700 kcal hat und pro Mahlzeit unter 5 Euro kostet. Bei der ersten Recherche zwischen Stonershake, Bertrand, Queal, Joylent, Jake und Mana stach Joylent mit unter 2€ fĂĽr eine 700-kcal-Mahlzeit heraus. Aber auch die anderen lagen nur zwischen 2,30 € und 3,80 €.

Beispielrechnung: 20 Mal im Monat für 10 € Mittagessen = 200 €. 20 Mal im Monat Future Food für 2 € = 40 €.

Meine Joylent / Jimmy Joy Erfahrung

In einer Jimmy Joy Packung sind ungefähr 3 Mahlzeiten. So war mein Ablauf Morgens: Tüte auf, leeren Shaker auf die Waage gestellt, 170 Gramm Pulver rein, zu drehen, ab damit in den Rucksack. Mittags konnte ich dann entscheiden, ob ich nett Essen gehe oder ob ich auf mein Future Food zurückgreife und einfach den Shaker mit Wasser fülle. Bei gutem Wetter, draußen noch eine Runde dabei spazieren gehen, den Kopf frei kriegen. Oder, wenn der Tag mal wieder zu wenig Stunden hat, einfach wieder an den Arbeitsplatz setzen und nebenbei trinken.

Ich hab sie alle probiert: Banane, Mango, Erdbeere, Schokolade und Vanille. Keiner war zu sĂĽĂź, alle sehr angenehm und nicht zu penetrant vom Geschmack her. Ich hab beim Freund mal Mana probiert, welches im Vergleich wie Haferflocken-Pampe schmeckt. 1 zu 0 fĂĽr Jimmy Joy.

Wie sieht es mit dem Hunger aus?

Oft macht man ja die Mittagspause um 12 oder 13 Uhr. Nicht dann, wenn man wirklich Hunger hat. Das ist ein Vorteil: Sobald ich Hunger verspüre, mach ich mir den Shake fertig. Und da ich meistens reichhaltig Frühstücke, kommt der Hunger auch gern mal erst nach 14 Uhr. Aber, ich muss schon sagen: Wenn ich im Restaurant eine ordentliche Mahlzeit (Salat, Hauptspeise, Nachtisch, Getränk) zu mir nehme, kommt der Hunger abends nicht so früh als wenn ich einen Shake zu mir nehme. Aber ich bin ziemlich sicher, dass die meisten Mittagessen bei mir auch über 700 kcal liegen. Von daher auch kein Wunder. Wenn ich aber anständig frühstücke, nach 14 Uhr den Shake trinke, dann reicht Abends trotzdem eine Suppe und alles ist gut. Durchaus machbar. PS: Ich bin Mitte 30, 1.87 m groß und wiege so um 85 kg.

Wie geht es weiter? Meine „Essen“ war nun leer und ich hab mir neues bestellt. Diesmal hab ich mich zwecks Abwechslung und Interesse an Alternativen fĂĽr Nano (ca.  3,30 € pro 666-kcal-Mahlzeit) entschieden und hab mir 11 Portionen Vanille bestellt. Ich werde berichten.