Ich behaupte, dass es keine Generation vor uns so schwer hatte, die richtige Entscheidung zu treffen, wenn es um den beruflichen Weg geht. Eigentlich in jeglichen Bereichen aber dazu ein anderes mal mehr. Wo unsere Eltern und Großeltern noch nach einem sicheren Job gesucht haben, der dafĂŒr sorgt, dass (gutes) Essen auf dem Tisch steht, so stehen uns alle TĂŒre offen. Der Markt hat sich verĂ€ndert. Es gibt viel mehr Möglichkeiten. Die Unternehmen suchen nach guten Mitarbeitern, nicht umgekehrt. Quereinsteigen ist kein Problem. Aussteiger sind auch keine Exoten mehr. Als Digitaler Nomade arbeiten und die Welt entdecken …

Doch was machst das mit uns? Wir mĂŒssen uns entscheiden. Wo unsere Eltern und Großeltern kaum die große Wahl hatten und/oder der berufliche Weg stark durch das Elternhaus geprĂ€gt wurde, mĂŒssen wir zwischen tausenden von Varianten eine Entscheidung treffen. Und nein zu so vielen Möglichkeiten sagen, die verlockend sind. Das Privileg des Überfluss sorgt fĂŒr ein Luxus-Problem. Denn plötzlich ist es so relevant wie noch nie, zu wissen was man will. Was man kann. Was die eigenen StĂ€rken sind. Welche BedĂŒrfnisse man hat.

Da dieses Problem in der breiten Masse relativ neu ist, konnten unsere Lehrer in der Schule und/oder unsere Eltern uns dies ja auch gar nicht beibringen. So war es fĂŒr die ja nie so prĂ€sent. Wir mĂŒssen uns also selbst drum kĂŒmmern und hoffen, dass dieses Thema fĂŒr die folgenden Generationen schon viel frĂŒher (in der Schule) ein Thema wird und sie es dort lernen.

Zum GlĂŒck gibt es ohne Ende Ratgeber zu diesem Thema, durch die wir uns arbeiten können. Denn nichts ist schlimmer als nicht so recht zu wissen, fĂŒr was man sich entscheiden soll und ob man nun die richtige Entscheidung getroffen hat oder ob das andere vielleicht doch besser gewesen wĂ€re. Kampf dem ungewissen Jobhopping. Denn je genauer wir wissen, was wir wollen, wer wir sind, was unsere StĂ€rken, SchwĂ€chen und BedĂŒrfnisse sind, desto stĂ€rker lĂ€sst sich die Vielzahl von Möglichkeiten eingrenzen und dadurch entspannter und selbstbewusster eine Entscheidung treffen – und zu ihr zu stehen.

CharakterstÀrken-Test VIA-IS

Ein – im ersten Schritt kostenloser – Test ist folgender:

Der CharakterstĂ€rken-Test VIA-IS der 24 StĂ€rken auf Basis von 120 Fragen auswertet. Nach ca. 15 Minuten bekommt man einen ersten Überblick ĂŒber die eigenen StĂ€rken. Die 24 Eigenschaften einfach nach Bedeutung sortiert. So kann man davon ausgehen, dass die ersten Punkte die StĂ€rken sind und die letzten eher die SchwĂ€chen – bzw. wie sie es ausdrĂŒcken: „they are strengths that come less naturally to you and require more effort to use.“

Am Ende steht dann noch, welche Farbe welche Tugend ist, damit man die StÀrke der Tugend zuordnen kann:

Zu dem Tugenden und StÀrken sagt DIESES PDF:

„CharakterstĂ€rken und Tugenden sind Kerncharakteristiken des menschlichen Funktionierens. Moralphilosophen und religiöse Denker haben im Laufe der Geschichte verschiedene Tugenden vorgeschlagen, denen ein universeller (allgemeingĂŒltiger) Charakter zugeschrieben wird (vgl. Dahlsgaard, Peterson & Seligman, 2005; McCullough & Snyder, 2000). Bei historischen Untersuchungen treten die folgenden Kategorien von Tugenden immer wieder auf: Weisheit, Mut, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, MĂ€ssigung und Transzendenz. CharakterstĂ€rken sind psychologische Merkmale – Prozesse oder Mechanismen –, welche die Tugenden definieren. Anders gesagt sind CharakterstĂ€rken unterscheidbare Wege, um eine oder mehrere Tugenden auszuĂŒben beziehungsweise zu zeigen. Sie stellen einen Teil der Persönlichkeit eines Menschen dar. Solche Persönlichkeitseigenschaften kann man anhand eines Fragebogens messen. Es wird angenommen, dass CharakterstĂ€rken ĂŒber verschiedene Situationen und die Zeit hinweg relativ stabil sind. Sie können sich aber infolge von verschiedenen Lebenserfahrungen (weiter-) entwickeln und sich verĂ€ndern (Peterson & Seligman, 2004).“

FĂŒr einen ersten Einblick vielleicht schon mal ganz nett. Mit dem oben verlinkten PDF kann man noch ein bisschen mehr ĂŒber die Tugenden und StĂ€rken lesen aber das war’s dann auch. Es gibt dazu nun zwei weitere, tiefer gehende Reports, die natĂŒrlich Geld kosten ($20 / $40):

Eine Alternative ist:

Der StrengthsFinder

Der StrengthsFinder von Gallup kosten direkt vom Start her Geld. Entweder man macht HIER direkt den Test (fĂŒr $15) oder kauft sich DIESES Buch, in dem ein Code fĂŒr den 200-Fragen-Test enthalten ist, der einem die Top 5 StĂ€rken aufzeigt. Möchte man dort noch tiefer einsteigen, muss man ein $74-Upgrade machen um den ausfĂŒhrlichen Report mit allen 34 StĂ€rken zu erhalten.